Schrödingeroperatoren (W. Hansen): Sogar im Rahmen der Theorie von Balayageräumen lassen sich lineare oder nichtlineare Störungen studieren, die im Spezialfall eines linearen elliptischen oder parabolischen Operators zweiter Ordnung L dem Übergang zu einem Schrödingeroperator
Fraktale Mengen (V. Metz): Hier wird eine kompakte Teilmenge des
Rd massiv gestört durch iteratives,
selbstähnliches Ausschneiden bei der Erzeugung eines Fraktals.
Die Ränder der Ausschnitte sind dabei jeweils isolierend
(reflektierend). Falls eine zugehörige Folge von Differenzen- oder
Differentialoperatoren überhaupt sinnvoll konvergiert, so liegt der
homogenisierte Grenzwert, z.B. im Sinne von effektiven Widerständen,
im allgemeinen weit vom euklidischen (Start-)Modell entfernt.
Interpretiert man das homogenisierte Modell als ungestört, so wird
die Konvergenz einer Teilfolge von Approximationen gegen dieses
Modell zu einer Folge abnehmender Störungen. Physikalische
Modelle mit nur endlich vielen Approximationsstufen sind dann
Störungen eines (idealisierten) Limesmodells. Ein geeigneter
Abstandsbegriff für Dirichletformen, wie z.B. die Hilbertsche Metrik
auf positiv semidefiniten (vergleichbaren) quadratischen Formen im
Falle endlich verzweigter Fraktale, könnte dann quantitative
Aussagen ermöglichen.
Die obige Konvergenz resultiert im endlich verzweigten Fall aus
Mittelungseffekten, die letztlich auf einer gleichmäßigen
Harnackungleichung für die beteiligten harmonischen Funktionen
beruhen. Da die Nichtlinearität sich hier auf Superadditivität
beschränkt, fördert sie eher eine Mischung. Geeignete
Konvergenzbegriffe für Dirichletformen sind etwa die Mosco- und
Gamma-Konvergenz.
Der Zusammenhang der Limesmodelle soll auch mit
Techniken des
Projekts Röckner untersucht werden.
Existiert ein homogener Limes, so kann ein zugehöriger fraktaler
Dirichletoperator konstruiert werden, für den die
obigen Resultate von W. Hansen gelten. Eine experimentelle Suche nach
fraktalen Effekten wird durch diskrete Approximationen
erleichtert, wie sie im Projekt Beyn geplant
sind. Physikalisch realistische Fraktale erfordern z.B. auch eine
Randomisierung ihrer Struktur. Daraus resultieren spektrale Probleme,
ähnlich zu denen im
Projekt Götze.